Vermarktungspraktiken

Das Angebot der FKB umfasst zuverlässige Dienstleistungen in einwandfreier Qualität zu angemessenen Preisen. Die Bank legt grossen Wert auf einen strukturierten, klaren und sorgfältigen Beratungsprozess, der eine professionelle Begleitung bei jeder Etappe gewährleistet. Die Kundinnen und Kunden werden umfassend über die möglichen Risiken der angebotenen Produkte und Dienstleistungen informiert.

Anlageprodukte werden nach Komplexitätsgrad klassifiziert. Nur die für die jeweilige Anlagekategorie zertifizierten Beraterinnen und Berater dürfen diese den Kundinnen und Kunden anbieten. Die FKB veröffentlicht alle ihre Pauschaltarife, sowohl für Vermögensverwaltungsmandate als auch für ihre Vermögensberatungsmandate transparent.

Die FKB sensibilisiert alle Mitarbeitenden, darunter ihre Finanzberaterinnen und -berater, für ethische Grundsätze, den finanziellen Schutz der Kundinnen und Kunden sowie die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung.

Das Qualitätsmanagement hat bei der FKB Priorität: Es unterliegt regelmässigen Kontrollen und wird laufend verbessert. Alle durchgeführten Analysen belegen die Effizienz der Managementsysteme und die hohe Qualität ihrer Umsetzung innerhalb der Bank.

Die FKB stützt sich auf leistungsfähige Aufsichtsinstrumente zur Überwachung von Geschäftsbeziehungen, Transaktionen sowie zur Einhaltung der geltenden Wirtschaftssanktionen. Sie misst der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung besondere Bedeutung bei und sorgt dafür, dass alle Mitarbeitenden für diese Herausforderungen sensibilisiert werden. Die Mitarbeitenden sind verpflichtet, die Referenzdokumente zu diesen Themen zur Kenntnis zu nehmen und ihr Engagement mit einer unterzeichneten Erklärung zu bestätigen. Regelmässige interne und externe Schulungen werden durchgeführt. Für bestimmte Funktionen beinhalten diese Schulungen Know-how-Tests, um ein angemessenes Fachwissen zu gewährleisten.

Die FKB geht keine Geschäftsbeziehungen mit im Ausland wohnhaften Personen ein, die keine Verbindung zum Wirtschaftsraum der Bank haben.

Mit einer massvollen Lohnpolitik achtet die FKB darauf, unangemessene Anreize zu vermeiden. So basiert die variable Vergütung nicht nur auf quantitativen Geschäftszielen, sondern berücksichtigt auch qualitative Kriterien wie die Einhaltung ethischer Werte, die Qualität der Beratung, den Grad der Integration der ESG-Herausforderungen in das Geschäft sowie die Kundenzufriedenheit.

Alle Mandate und Nebentätigkeiten ausserhalb der Bank müssen offengelegt werden, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Zur Feststellung allfälliger Verhaltensunterschiede der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden periodisch Kontrollen durchgeführt. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmässig die Einhaltung der Richtlinien und Reglemente, zum Beispiel im Bereich Insidergeschäfte und unlauterer Wettbewerb. 2025 veröffentlichte sie einen Verhaltens- und Ethikkodex ür weitere Informationen siehe entsprechendes Kapitel dieses Berichts hier).

Hochwertiger Kundenservice

Zuverlässig, engagiert, kompetent und kundenorientiert: Das sind die Eigenschaften, durch die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FKB von der Kundschaft wahrgenommen werden sollen. Die Bank legt grossen Wert auf Service und Kundennähe. Die strategischen Ziele der FKB verdeutlichen, was die Kundschaft von ihrer Bank erwarten darf.

Durch Marktforschung ermittelt die FKB die Kundenzufriedenheit regelmässig. Die Qualität der Dienstleistungen wird auch im Rahmen von Mystery Shopping überprüft. Dabei melden sich Testkundinnen und -kunden am Schalter oder richten ihre Fragen per Telefon oder E-Mail an die Bank. Zur Erfassung und Bearbeitung der Kundenreaktionen verfügt die FKB zudem über ein Beschwerdesystem.

Solche Instrumente sind wertvoll, um Dienstleistungen und Prozesse kritisch zu betrachten und kontinuierlich zu verbessern. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht ferner eine Ideenbox zur Verfügung, in der sie Vorschläge zur Verbesserung der Kundenbeziehungen machen können. Diese Box wird von einer aus 25- bis 35-jährigen Mitarbeitenden bestehenden Gruppe verwaltet, dem Jugendrat der FKB.

Ziele 2024–2027

  • Wir betrachten die Nachhaltigkeit als wichtigen Bestandteil des Dialogs mit unserer Kundschaft.
  • Wir bieten nachhaltige Hypothekarprodukte mit attraktiven Zinskonditionen für Kundinnen und Kunden an, die eine Immobilie bauen, erwerben oder renovieren möchten, die den geltenden Energiestandards entspricht.
  • Wir bieten unserer Kundschaft Informations- und Beratungsdienstleistungen im Bereich der Immobilienfinanzierung an, die auf den langfristigen Werterhalt und die Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz von Immobilien (Valorisierung) ausgerichtet sind, gemäss den diesbezüglich verbindlichen Richtlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg).
  • Wir bilden alle unsere Beraterinnen und Berater in der Frage aus, wie der Wert von Liegenschaften langfristig erhalten und die Energieeffizienz von Gebäuden verbessert werden kann, sowie in der Finanzierung der entsprechenden Massnahmen gemäss den Richtlinien der SBVg.
  • Wir stellen unseren Kundinnen und Kunden Beratungsinstrumente zur Bewertung der Renovationskosten, der CO2-Emissionen und der Nachhaltigkeit von Immobilien zur Verfügung. Wir integrieren Nachhaltigkeitsaspekte soweit möglich in unsere Analysen und Finanzierungs- und Anlageentscheidungen, insbesondere die Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG).
  • Wir achten darauf, dass unsere Geldanlagen mit dem FKB-Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung übereinstimmen.
  • Wir bilden alle unsere Beraterinnen und Berater sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf nachhaltige Produkte und sozial verantwortliche Anlagen aus.
  • Wir identifizieren die wichtigsten ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Portfolios und Dienstleistungen und definieren Steuerungsindikatoren, um die Qualität unserer Beratung zu stärken.
  • Wir erweitern unser Angebot an Anlagen mit dem Ziel, mehr verantwortungsvolle Produkte zu integrieren

Verantwortungsvolle Kreditpolitik

Aufgrund ihrer verantwortungsvollen Kreditvergabepolitik ist die FKB eine wichtige Akteurin für den Wohlstand ihres Wirtschaftsraums sowie Garantin einer stabilen Versorgungskette. Das Kreditgeschäft ist für das Geschäftsmodell der FKB von wesentlicher Bedeutung. In geografischer Hinsicht konzentriert sich die Bank dabei hauptsächlich auf den Kanton Freiburg und die angrenzenden Regionen.

Ihre Angebote richten sich an Privatkundinnen und -kunden, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften. Die Kreditvergabe ist bei der FKB eng mit Werten wie Integrität, der Einhaltung ethischer Grundsätze sowie Kriterien der nachhaltigen Entwicklung verbunden.

Bei der Übernahme von Kreditrisiken sowie im Hinblick auf die Risiken und Auswirkungen von ESG-Aspekten wendet die Bank bei jeder Gewährung eines neuen Kredits eine Ausschlusspolitik gegenüber Vertragspartnern an, deren Hauptgeschäftstätigkeit einem nicht nachhaltigen Sektor zuzuordnen ist. Die nachstehend aufgeführten Ausschlüsse sollen sowohl Kreditverluste (einschliesslich solcher aus künftig nicht mehr tragfähigen Vermögenswerten oder Geschäftsmodellen) als auch Reputationsschäden für die Bank vermeiden.

  • Sektorübergreifende Ausschlüsse: Unternehmen und/oder Personen, die – unabhängig vom Sektor oder von ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit – in illegale Praktiken wie Korruption, Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Menschenrechtsverletzungen, Aktivitäten in Kriegsgebieten, Verstösse gegen die Normen und Grundsätze der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC) und der OECD-Leitsätze involviert sind, d. h. im Wesentlichen:
    – Aktivitäten, die Menschenrechte beeinträchtigen oder verletzen;
    – Aktivitäten, die die Rechte indigener und/oder schutzbedürftiger Gruppen ohne deren vorherige, freie und informierte Zustimmung verletzen (im Sinne der Leitlinien des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, OHCHR);
    – Aktivitäten, die eine Umsiedlung der Bevölkerung erfordern oder zur Folge haben;
    – jegliche Form von Zwangs- oder Pflichtarbeit, einschliesslich Kinderarbeit;
    – jegliche Form von Tätigkeit oder Arbeit, die mit unlauteren Praktiken oder gefährlichen Arbeitsbedingungen verbunden ist;
    – jegliche Form der Diskriminierung am Arbeitsplatz und im beruflichen Umfeld;
    – jeder Verstoss gegen die Vereinigungsfreiheit;
  • Rüstungsindustrie (Rüstungsgüter, militärische Technik, konventionelle und kontroverse Waffen);
  • Glücks- und Geldspiele;
  • Pornografie;
  • Prostitution;
  • Tabakwaren;
  • Betäubungsmittel;
  • Bestimmte medizinische Handlungen, die ethische Fragen aufwerfen können (Sterbehilfe, assistierter Suizid);
  • Bergbauindustrie;
  • Palmöl;
  • Fossile Energien:
    – Kohle;
    – Erdöl und Erdgas;
    – unkonventionelle fossile Brennstoffe;
  • Kernenergie.

Als Bank, die sich für bewährte Praktiken im Bereich der Nachhaltigkeit einsetzt, unterstützt die FKB insbesondere umweltfreundliche Bauprojekte sowie energetische Sanierungen zur Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Gebäude. Mit der «Hypothek Öko» und der «Hypothek Öko Renovation» bietet die FKB zwei Hypothekarprodukte für Eigentümerinnen und Eigentümer an, die beim Kauf oder Bau einer Immobilie sowie bei der Renovation oder Erweiterung eines Wohn-, Miet-, Gewerbe-, Handwerks- oder Industriegebäudes bestimmte Energiestandards einhalten wollen. Zusätzlich zur persönlichen Beratung beim ersten Kontakt mit der FKB profitiert die Kundschaft von einem Rabatt auf den mittel- und langfristigen Festzins. Für die Kreditvergabe gelten die folgenden Bedingungen:

Produkt «Hypothek Öko»

  • Rabatt von 0,5% auf den festen Zinssatz von 5 bis 10 Jahren, 15 Jahren und 20 Jahren auf maximal 500’000.– Franken für Wohnimmobilien und auf maximal 1’000’000.– Franken für Miet-, Gewerbe-, Handwerks- oder Industrieimmobilien;
  • Für Neubauten sind folgende Zertifikate/Gütesiegel zulässig:
    – Minergie, Minergie-P oder Minergie-A;
    – GEAK Klasse A für die Gesamtenergieeffizienz;
    – SNBS-Label;
  • Beim Kauf einer bestehenden Immobilie werden folgende Zertifikate/Gütesiegel anerkannt:
    – Minergie, Minergie-P oder Minergie-A;
    – GEAK:
       – Gebäude, die jünger als 5 Jahre sind: Klasse A für die Gesamtenergieeffizienz;
       – Gebäude, die älter als 5 Jahre sind: Klasse A, B oder C für die Gesamtenergieeffizienz;
    – SNBS-Label.

Produkt «Hypothek Öko Renovation»

  • Rabatt von 0,5% auf den festen Zinssatz von 5 bis 10 Jahren auf maximal 250’000.– Franken für Wohnimmobilien und auf maximal 500’000.– Franken für Miet-, Gewerbe-, Handwerks- oder Industrieimmobilien;
  • Folgende Zertifikate/Gütesiegel sind zulässig:
  • Minergie, Minergie-P oder Minergie-A;
  • GEAK:
       – Gebäude, die jünger als 5 Jahre sind: Klasse A für die Gesamtenergieeffizienz;
       – Gebäude, die älter als 5 Jahre sind: Klasse A, B oder C für die Gesamtenergieeffizienz;
  • im Rahmen des Gebäudeprogramms von Bund und Kantonen gewährte Förderbeiträge;
  • SNBS-Label.

Die beiden Produkte «Hypothek Öko» und «Hypothek Öko Renovation» wurden von der FKB entwickelt, um ihre Kundinnen und Kunden für Umweltbelange zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, einen aktiven Beitrag zur Verringerung ihres ökologischen Fussabdrucks zu leisten. Die Vorteile dieser Produkte werden auf unserer Website www.bcf.ch/de beschrieben:
Hypothek Öko:
www.bcf.ch/de/privatkunden/hypotheken-und-kredite/hypotheken/hypothek-oeko
Hypothek Öko Renovation:
www.bcf.ch/de/privatkunden/hypotheken-und-kredite/hypotheken/hypothek-oeko-renovation

 

Anwendung der Richtlinien der SBVg

Die FKB wendet als Mitglied der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) die von dieser 2022 veröffentlichten «Richtlinien für Anbieter von Hypotheken zur Förderung der Energieeffizienz» an. Ziel der für die Bank verbindlichen Richtlinien ist es, das Bewusstsein für Energiefragen zu erhöhen und die Kundinnen und Kunden dabei zu unterstützen, über Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum langfristigen Werterhalt ihrer Immobilie nachzudenken. Die Bank hat diese Aspekte in die Beratung zur Hypothekarfinanzierung von Einfamilienhäusern oder Ferienhäusern aufgenommen.

Die Richtlinien der SBVg legen insbesondere die Mindestanforderungen hinsichtlich Information, Aufklärung und Dokumentation fest, die im Rahmen der Hypothekarfinanzierung zu erfüllen sind. Durch deren Anwendung leistet die FKB einen aktiven Beitrag zur Förderung von energetischen Sanierungen, zur Unterstützung verantwortungsbewusster Investitionsentscheidungen und zur Erreichung der nationalen Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen.

Die FKB informiert die Kundinnen und Kunden über die Fördermittel für Gebäudesanierungen, die sie beanspruchen können, und verweist sie für spezifische Beratungen auf unabhängige Fachstellen. Sie sorgt zudem dafür, dass ihre Kundenberaterinnen und -berater regelmässig Weiterbildungen zum langfristigen Werterhalt von Immobilien sowie zur Energieeffizienz von Gebäuden besuchen.

Online-Renovationsrechner

Die FKB stellt ihrer Kundschaft auf ihrer Website www.bcf.ch/de kostenlos einen von der Wüest Partner AG entwickelten Renovations- und CO2-Rechner zur Verfügung. Dieses interaktive und integrierte Tool bringt einen echten Mehrwert für die Hypothekarberatung. Es ermöglicht die Bewertung und Abschätzung der Kosten, die zeitliche Planung der geplanten Renovationen und die Berechnung der Nachhaltigkeit von Einfamilienhäusern, Miteigentumswohnungen und Immobilieninvestitionen. Mit dem Rechner lassen sich der optimale Zeitpunkt für die Renovation und die zukünftigen Renovationskosten für jedes Bauelement abschätzen. Die App bietet zudem einen Überblick über die Subventionen im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung einer Liegenschaft.

Bewertung des Hypothekarportfolios

Zum dritten Mal in Folge beauftragte die FKB die Wüest Partner AG mit der Beurteilung der CO2-Emissionen ihres Hypothekarportfolios. Dank dieser Überprüfung konnte die Bank eine detaillierte Bewertung des Hypothekarportfolios vornehmen, und zwar nicht nur auf der Ebene der Emissionen, sondern auch auf der Ebene der Datenqualität insgesamt, insbesondere der Energiedaten. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für die Beurteilung und Überwachung von Kreditrisiken sowie für Gespräche mit den Kundinnen und Kunden über den langfristigen Werterhalt und damit auch über die Energieeffizienz von Gebäuden. Deshalb setzt sich die Bank laufend für die Verbesserung der Datenqualität ein.

Der durchschnittliche Wert der direkten und indirekten Emissionen (Scope 1, 2 und 3.3) des Hypothekarportfolios der FKB belief sich per 31. Dezember 2025 auf 23,7 kg CO2 pro m2 pro Jahr (Vergleich mit der Benchmark: Kanton Freiburg: 25,8; Schweiz: 30,1).

Seit 2023 ging der Anteil von Öl- und Gasheizungen im Hypothekarportfolio der FKB stetig zurück. 2025 waren 37,9% der Objekte mit einer solchen Anlage ausgestattet, während es im Vorjahr noch 41,3% waren. Dieser Rückgang um mehr als drei Prozentpunkte ist Ausdruck einer klar erkennbaren Entwicklung hin zur Energiewende.

Gleichzeitig waren per 31. Dezember 2025 bereits 39,9% der Gebäude im Portfolio mit einer Wärmepumpe ausgestattet – einer Technologie, die als einer der wirksamsten Hebel zur Senkung der CO2-Emissionen im Immobiliensektor gilt. Der stetig wachsende Anteil bestätigt, dass die Investitionen in nachhaltige und klimafreundliche Lösungen weiter zunehmen.

Die Ergebnisse der Beurteilung der Wüest Partner AG sind auf der Website der Bank verfügbar: www.bcf.ch/de/die-fkb/nachhaltigkeit/nachhaltige-entwicklung/nachhaltigkeitsbericht-und-charta.

Zum zweiten Mal in Folge beurteilte die FKB die Gefährdung ihres Hypothekarportfolios durch Naturgefahren. Die Ergebnisse bestätigten, dass das Risiko gering oder sogar vernachlässigbar ist. Im Vergleich zum nationalen Durchschnitt weist das Portfolio der Bank ein geringeres Risiko auf, was auf eine gute geografische Diversifikation und ein strukturell kontrolliertes Klimarisiko hindeutet.

Konkret sind mehrere Massnahmen geplant, um ESG-Aspekte im Kreditgeschäft verstärkt zu berücksichtigen:

  • Ausweitung der Erfassung von ESG-Daten auf das gesamte bestehende Kreditportfolio;
  • Überarbeitung des Leitfadens zur energetischen Gebäudesanierung;
  • Erweiterung des Angebots und Entwicklung von Kreditprodukten unter Einbezug von ESG-Kriterien;
  • Festlegung quantitativer Ziele für die Reduktion finanzierter Emissionen;
  • Einrichtung von Dashboards für das Kreditrisikomanagement, einschliesslich von ESG-Risiken;
  • Analyse und Einführung eines Tools zur Erfassung von ESG-Daten für Kreditvergaben an KMU;
  • Teilnahme am nächsten PACTA-Klimatest.

Verantwortungsvolle Anlagepolitik

Als Finanzdienstleisterin kann die FKB Einfluss nehmen, um die Verwendung der ihr anvertrauten Vermögenswerte hin zu verantwortungsvollen Entscheidungen zu lenken. Auf diese Weise kann sie dazu beizutragen, potenzielle negative Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung zu verringern. Die FKB ist sich dieser Verantwortung bewusst und setzt sich daher für eine verantwortungsvolle Verwaltung von Finanzanlagen ein, optimiert kontinuierlich die in diesem Bereich angewandten Kriterien und sorgt dafür, dass sie transparent sind, insbesondere durch Einbezug bestimmter Daten von MSCI in sämtliche Portfolios.

Die FKB baut ihre Kompetenzen und ihr Engagement im Bereich verantwortungsvoller Anlagen jedes Jahr weiter aus. Anlagen werden nicht mehr nur unter dem Gesichtspunkt der Rendite analysiert, sondern auch im Hinblick auf die mit ESG-Themen verbundenen finanziellen Risiken sowie auf ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen. Die FKB verfolgt diesen Ansatz mit Nachdruck, um zu einem nachhaltigeren globalen Finanzsystem beizutragen.

Insbesondere dank ihrer Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister MSCI ist die FKB in der Lage, Kundinnen und Kunden auf Wunsch einen Bericht über die Nachhaltigkeit eines Anlageportfolios zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus vergibt MSCI ein Nachhaltigkeitsrating für alle BCF/FKB-Fonds, die per 31. Dezember 2025 durchweg gute Bewertungen erhielten: Auf einer Skala von AAA (beste Bewertung) bis CCC (schlechteste Bewertung) erhielten die Fonds «BCF/FKB (CH) Active Balanced», «BCF/FKB (CH) Active Dynamic» und «BCF/FKB (CH) Equity Switzerland» jeweils ein Rating von AA, während der Fonds «BCF/FKB (CH) Active Yield» mit A bewertet wurde.

Als Mitglied der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) verpflichtet sich die FKB zur Einhaltung der «Richtlinien für die Finanzdienstleister zum Einbezug von ESG-Präferenzen und ESG-Risiken und zur Prävention von Greenwashing bei der Anlageberatung und Vermögensverwaltung». Im Dezember 2025 veröffentlichte die SBVg eine überarbeitete Fassung dieser Richtlinien mit dem Ziel, die Position des Finanzplatzes Schweiz im Bereich der nachhaltigen Finanzwirtschaft zu stärken. Diese Überarbeitung stellt einen bedeutenden Fortschritt dar und leistet einen aktiven Beitrag zum Übergang zu einer verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Wirtschaft.

Durch die Anwendung der Richtlinien wird ein einheitlicher Mindeststandard für den Einbezug von ESG-Präferenzen und ESG-Risiken in die Anlageberatung sowie in die Vermögensverwaltung gewährleistet. Die Richtlinien verfolgen insbesondere das Ziel, Greenwashing im Rahmen der Anlageberatung und Vermögensverwaltung für Kundinnen und Kunden zu vermeiden.

Durch eine sorgfältige Auswahl wird sichergestellt, dass die angebotenen ESG-Anlagen auf Unternehmen ausgerichtet sind, die strenge ethische Kriterien erfüllen, welche auf einer soliden wirtschaftlichen Leistung, Umweltverträglichkeit, ausgeprägter sozialer Verantwortung sowie einer transparenten und robusten Unternehmensführung basieren. Dadurch hat die Kundschaft der Bank Zugang zu einer breiten Palette an ESG-Anlagen. Der Ansatz der FKB im Bereich verantwortungsvoller Anlagen ist in dem Dokument Verantwortungsbewusste Anlagepolitik, das auf der Website der Bank verfügbar ist, zusammengefasst. Dieses Dokument, das regelmässig entsprechend den Entwicklungen in der Praxis und im Anlageansatz der FKB aktualisiert wird, stellt in übersichtlicher und kompakter Form die Besonderheiten, die entsprechenden Risiken und die Leitprinzipien für Anlagen dar, bei denen ESG-Kriterien in unterschiedlichem Masse berücksichtigt werden.

Konkret sind mehrere Massnahmen geplant, um ESG-Aspekte im Anlagegeschäft verstärkt zu berücksichtigen:

  • Festlegung quantitativer Ziele für die Reduktion finanzierter Emissionen;
  • Überprüfung des Anlageangebots;
  • Verbesserung der Berichterstattung über nachhaltige Produkte;
  • Teilnahme am nächsten PACTA-Klimatest;
  • Einhaltung der Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen (UNPRI).

Bildungsinitiative

Schulbildung ist für die individuelle Selbstbestimmung sowie für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Die Kantonalbanken unterstützen gemeinsam eine neue Anlagelösung: den Swisscanto (LU) Portfolio Fund Sustainable Balance (CHF) – Education Initiative Swiss Cantonal Banks. Es handelt sich um eine aktiv verwaltete Anlagelösung, die breit diversifiziert ist und eine ausgewogene Risikoverteilung aufweist. Mit ihrem Fokus auf Nachhaltigkeit investiert sie in Unternehmen, die zur Verwirklichung mindestens eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beitragen.

Im Rahmen dieser Bildungsinitiative der Kantonalbanken wird jedes Jahr ein Teil des Fondsvolumens an «Education Cannot Wait», den Fonds der Vereinten Nationen für Bildung in Notsituationen und anhaltenden Krisen, überwiesen. 2025 wurde die Initiative vom Institut für Finanzanalysen der Universität Neuenburg mit dem «Ethics in Finance Award» ausgezeichnet. Der Preis wird jedes Jahr für ein Finanzprodukt oder eine Finanzdienstleistung verliehen, das oder die die Anwendung ethischer Grundsätze und Innovation auf bemerkenswerte Weise miteinander verbindet. Wie die Jury betonte, zeigt die Bildungsinitiative der Kantonalbanken, dass Finanzprodukte und soziales Engagement nicht zwangsläufig im Widerspruch zueinander stehen. Die Initiative überzeugt, weil sie privates Kapital wirksam für ein wichtiges Ziel der nachhaltigen Entwicklung mobilisiert und über einen klaren, nachvollziehbaren Wirkungsmechanismus sowie einen konkreten gesellschaftlichen Nutzen verfügt.

Der Goldmarkt im Fokus

Die FKB kauft und verkauft (mit Ausnahme von Altgold) ausschliesslich Fairtrade-zertifiziertes oder rückverfolgbares Gold («Traceable»). Damit reagiert sie auf eine starke Nachfrage seitens Institutionen ebenso wie Privatanlegerinnen und -anlegern.

Fairtrade-zertifiziertes Gold

Das Fairtrade-Label Max Havelaar wird für Barren von 1 bis 20 Gramm angeboten. Es gewährleistet einen besseren Schutz der Menschen und der Umwelt beim handwerklichen Goldabbau. Hier einige Beispiele:

  • langfristige Entwicklung von Geschäftsbeziehungen mit Minenunternehmen;
  • garantierter Mindestpreis;
  • Fairtrade-Prämie in Höhe von 2000 US-Dollar pro Kilogramm für betroffene Bergwerke; diese zusätzlichen Einnahmen werden in Gemeinschaftsprojekte (Schulen, Wasserversorgung, medizinische Zentren usw.) investiert und ermöglichen die Optimierung der Betriebe;
  • Massnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz (Sicherheit, Schulungen, Schutzkleidung usw.);
  • Verbot von Zwangsarbeit, ausbeuterischer Kinderarbeit oder jeder anderen Form der Diskriminierung.

Das Fairtrade-Label ermöglicht die Rückverfolgung des Goldes bis zur Mine.
Weitere Informationen auf www.maxhavelaar.ch

Rückverfolgbares Gold («Traceable»)

Die Bezeichnung «Traceable» wird für Barren mit einem Gewicht von über 20 Gramm verwendet und gewährleistet die Rückverfolgbarkeit zum Nachweis der Herkunft des Goldes.

Lieferkette für Traceable-Gold:

  • Das Gold stammt aus einer zertifizierten Mine.
  • Der DNA-Marker wird auf das Rohgold gesprüht.
  • In der Raffinerie wird ein PCR-Test am Rohgold durchgeführt, um den Marker nachzuweisen. Anschliessend wird das Gold separat verarbeitet.
  • Die rückverfolgbaren Goldbarren werden mit einer eindeutigen Seriennummer versehen und gegebenenfalls gestempelt.
  • Bei der Herstellung der Barren findet keine Vermischung mit nicht rückverfolgbarem Gold statt.
  • Die Herkunftsangaben werden von der Zürcher Kantonalbank erfasst.
  • Kundinnen und Kunden profitieren von vollständiger Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
  • Der von der Raffinerie erhobene Preiszuschlag wird zur Unterstützung von Umwelt- und Sozialprojekten verwendet.